{"id":263,"date":"2013-07-10T15:59:23","date_gmt":"2013-07-10T13:59:23","guid":{"rendered":"http:\/\/dev.niklaskorz.de\/wp\/remo\/?page_id=263"},"modified":"2018-03-27T16:26:03","modified_gmt":"2018-03-27T14:26:03","slug":"remographie","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.remo-music.de\/cms\/remographie\/","title":{"rendered":"Remographie"},"content":{"rendered":"<p><strong>Remo \u2013 der Rocker mit Herz<\/strong><\/p>\n<p>Wir schreiben heute das Jahr 2018. Was ist denn in den letzten 4 Jahren bei REMO passiert?<br \/>\nNachdem\u00a0ich 2014 mein Album &#8222;Himmel im Kopf&#8220; und meinen ersten\u00a0Film ver\u00f6ffentlicht hatte, arbeitete\u00a0ich schon an einer weiteren Filmidee.\u00a0Ich\u00a0schrieb parallel die Songs f\u00fcr mein neues Album <strong>\u201eDas bleibt f\u00fcr immer\u201c<\/strong> und dazu das Drehbuch zu seinem 2. Film, \u201eDas geheimnisvolle Album\u201c, ein Rockm\u00e4rchen. Ein Film mit tollen Schauspielern, spannender Story und den Songs des neuen Albums.<br \/>\nAber vorher wurde\u00a0ich noch f\u00fcr die MEGA ZDF Silvester Show am Brandenburger Tor eingeladen. Der Jahreswechsel von 2014 auf 2015 wurde f\u00fcr\u00a0mich und meine Familie dadurch zu einem unvergessenen Erlebnis. Vor fast einer Million Zuschauer und Millionen an den TV Bildsschirmen trat REMO mit seiner Band auf dieser Megab\u00fchne vor dem Brandenburger Tor auf. Ein unvergessenes Erlebnis! Was sollte da noch kommen, wenn man schon hier auftreten durfte. Naja, im Jahr 2016 zur Fussball-EM ein weiterer Auftritt auf Brandenburger Tor. Yes!!!<br \/>\nIm Jahre 2016 hie\u00df es dann auch noch f\u00fcr\u00a0mich und meiner Familie: Ab ins Fernsehen.\u00a0Wir wurden gecastet f\u00fcr die VOX SHOW &#8222;Hot oder Schrott -Die Allestester&#8220;. Aus einem kurzen Spass wurde ein echter TV-Hit in Deutschland. Aktuell, also jetzt im Jahr 2018 wird die 4. Staffel gedreht. Und von dem Sendeplatz, Sonntags 19:15 Uhr eine Stunde auf VOX, kam noch der Dienstag dazu. Zur Primetime um 20:15 Uhr flimmert REMO mit seiner Family\u00a0und anderen Protagonisten \u00fcber den Bildschirm. Was f\u00fcr ein Erfolg und was f\u00fcr ein Spass.<br \/>\nNa dann lassen wir mal in diesem Jahr 2018 die Kuh fliegen: Neues Album, neuer Film und die coole TV Show. Da ist wirklich ne Menge Action angesagt. Das Ganze wird nur noch abgerundet, mit der REMO \u2013 Tour 2018 und \u00a0REMO\u2019s Show Truck.\u00a0Ich will zu den Fans und sie begeistern. Meine Vision soll sich erf\u00fcllen, im Jahr 2021 die Berliner Waldb\u00fchne zu f\u00fcllen. Geht das? \u00a0Ja, nat\u00fcrlich, wenn ihr alle mitmacht, werde ich es schaffen.\u00a0Das Vorhaben steht unter dem Motto \u201eRock oder Rente&#8220;, Waldb\u00fchne 2021.<\/p>\n<p><strong>Vorwort:<\/strong><\/p>\n<p>Wir schreiben jetzt das Jahr 2014 und meine Remographie stammt aus dem Jahr 2011. Da stellt sich doch zun\u00e4chst einmal die Frage, ob ich alles von damals Geschriebene heute so stehen lassen m\u00f6chte.\u00a0 Ich k\u00f6nnte ja einige Inhalte heute f\u00fcr zu privat halten oder einfach f\u00fcr nicht cool genug. Ich will es mit meiner Antwort einmal kurz machen. Ich lasse alles so stehen, wie ich es vor \u00fcber 2 Jahren auch geschrieben habe, denn es hat mich ber\u00fchrt. Das beste Zeichen um nichts zu ver\u00e4ndern oder gar zu streichen.<\/p>\n<p>Was ist von damals bis heute eigentlich Wichtiges dazugekommen. Hey Leute, ich habe jetzt den <strong>HIMMEL IM KOPF<\/strong>!!!<\/p>\n<p>Es ist dieses &#8211; f\u00fcr mich wunderbare &#8211; Album entstanden. Ich habe diese 14 Songs geschrieben und sie sind f\u00fcr mich ein einzigartiger Meilenstein in meiner Arbeit als Musiker. Die Inspiration f\u00fcr mein neues Album gab mir mein Leben, gerade aber der Abschnitt, in dem ich mich derzeit befinde. Dabei denke ich in erster Linie an meine Familie. Zudem denke ich auch an die tolle Arbeit mit meiner Band und meinen Produzenten. Herausheben m\u00f6chte ich die Gitarrenarbeit meines Freundes J\u00f6rg Weisselberg. Da hab ich manchmal vor Gl\u00fcck geheult. Es ist das Beste, was ich seit langer Zeit geh\u00f6rt habe. Danke J\u00f6rg!<\/p>\n<p>Ich bin sehr stolz \u00fcber mein neues Album, weil ich mit \u201eHimmel im Kopf\u201c musikalisch angekommen bin. \u201eHIMMEL IM KOPF\u201c, das bin ich zu 100 Prozent!!!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Meine Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin Remo, im Ausweis hei\u00dfe ich Raymund Philipp Hopf. Ein fr\u00fcherer Kumpel mit Namen Rudi S. \u2013 ich denke, wir m\u00fcssen da ins Jahr 1982 zur\u00fcck \u2013 nannte mich eines Tages \u201eRemo\u201c. Er fand einfach Raymund oder Philipp nicht so passend f\u00fcr einen so Wilden wie mich. Das mal kurz zur Entstehung meines Spitznamens, der nun mein K\u00fcnstlername ist. Da haben sich also keine Werbeagenturen oder Medienexperten den Kopf zerbrochen, um mir einen marktgerechten Namen zu verpassen. Nein, das war mein Kumpel Rudi!<\/p>\n<p>Ich bin am 15. Juli 1960 in Berlin geboren.<\/p>\n<p>Ich bin mit Marietta verheiratet und habe 3 Kinder.<\/p>\n<p>Ja, ich mache Musik. Ich denke mir Texte und Melodien aus, kurzum: Ich schreibe meine Songs.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich stehe ich auch morgens auf und wenn ich m\u00fcde bin, gehe ich abends wieder schlafen. Also eigentlich ist ja alles so was von normal bei mir, denn ich bin ein Mensch. Ja, so einer, wie meine Freunde und Bekannten und so wie ihr alle!<\/p>\n<p>Auf der anderen Seite sind wir Individuen. Das soll wohl hei\u00dfen, dass wir \u2013 jeder von uns \u2013 einmalig sind, so wie unsere Fingerabdr\u00fccke. So k\u00f6nnte ich jetzt ohne Ende weiter schreiben\u2026.<\/p>\n<p>Nicht nur, weil ich Musik mache und weil das so \u00fcblich ist, schreibe ich einen Auszug meiner Geschichte. Nein, viel mehr, weil ich mich euch vorstellen m\u00f6chte. Es sei noch bemerkt, dass diese Arbeit auch gerne von so genannten \u201eSchreiberlingen\u201c \u00fcbernommen wird. Ich bin der Schreiberling, einer der schreibt wie es war und ist.<\/p>\n<p><strong>\u201eDie Story\u201c<\/strong><\/p>\n<p>Nehmen wir mal an, jemandem gef\u00e4llt meine Musik und ich verkaufe Millionen von CDs , dann \u2013 so sagt man im Business \u2013 wollen die Menschen wissen, wer ich bin. Da reicht mein Name nicht aus. Ein Teil der CD K\u00e4ufer und Medienvertreter wollen nahezu alles wissen. Wo ich her komme, wo ich bin und wo ich hin gehen will. Trotzdem lasse ich mal so einiges weg, aber nur das, was ich pers\u00f6nlich f\u00fcr zun\u00e4chst unwichtig halte. Ich kann ja sp\u00e4ter minuti\u00f6s alles noch einmal dazu schreiben. Zum Beispiel welche Note ich w\u00e4hrend meines Studiums im Fach Europarecht hatte oder ob ich einen Lieblingsfussballverein habe.<\/p>\n<p>Okay, dann mach ich mal, aber auf meine Art. Ach so, die ersten Fehler habe ich wohl schon gemacht. Ich habe mein wahres Alter verraten, dass ich verheiratet bin und Kinder habe. Es gibt doch tats\u00e4chlich heute immer noch S\u00e4nger, Schauspieler und auch andere, die ihr wahres Alter nicht verraten, weil sie glauben, sie w\u00e4ren zu alt, um irgendetwas zu machen oder machen zu d\u00fcrfen. Da bin ich mal ganz anderer Meinung. Deshalb bleiben wir mal bei der Wahrheit. F\u00fcr\u2018s erste will ich mich aber mal kurz fassen.<\/p>\n<p>Ich bin in Berlin geboren. Im Alter von 6 Jahren sind wir dann nach Braunschweig gezogen. Ich wohnte dort mal in der Stadt und mal auf dem Dorf. Ich verlebte eine tolle Zeit. Hier fing ich an im Alter von 14 Jahren sp\u00fcrbar Musik zu machen. Gut, mit 12 wusste ich schon, dass ich Rockstar werden wollte, hampelte vor dem Spiegel rum und sang in den Kauknochen unseres Hundes. Der guckte mich v\u00f6llig entgeistert an und dachte sich seinen Teil dabei. Ich kaufte mir von der zusammen gesparten und bei meinen Eltern abgeschwatzten Kohle meine erste Gitarre und dann ging\u2019s los. \u00dcben, \u00fcben und nochmals \u00fcben. Mit 16 die ersten Bandversuche und dann aber richtig. Mit der wohl lautesten Band in der Umgebung habe ich so richtig Gas geben k\u00f6nnen. Mal hie\u00dfen wir German Steel und mal Schwermetall, auch Silvie oder keine Ahnung wie noch. Wir waren wohl zun\u00e4chst musikalisch nicht besonders gut, aber daf\u00fcr die sch\u00f6nsten und lautesten Jungs in der gesamten Region!<\/p>\n<p>Irgendwann nahmen wir dann ein paar unserer Songs auf und verschickten diese. Prompt mussten wir nach Berlin fahren und ein paar Titel, so unter wirklich professionellen Bedingungen, aufnehmen. Der damalige Musikverlag, f\u00fcr den wir die Songs aufnahmen, war aber nicht an der ganzen Band interessiert, sondern nur an mir, weil ich der S\u00e4nger und Songwriter war. Ich wollte aber mit der Band weiter machen, denn das waren meine Kumpels. Wir redeten und es kam heraus, dass der eine eher studieren wollte, der Drummer noch zur Bundeswehr musste und der Bassmann auch so seine Vorstellungen hatte. Okay, ab jetzt musste ich alleine gehen und ich ging.<\/p>\n<p>Meine ersten Schritte im Profilager mit der ersten Single \u201eWir sind jung\u201c bei Teldec (1983). Ach, was f\u00fcr eine Schei\u00dfe das war. Ich hatte eine G\u00e4nsehautnummer geschrieben und nun war das ganze Ding umgekrempelt. Ich Dussel stand da mit so einem Babytitel. Hey Leute, ich hab mal Heavy Metal gemacht!<\/p>\n<p>Gut, ich war jung und bl\u00f6d. Das Ding hat sich bestimmt f\u00fcnf Mal verkauft. Eine Scheibe kaufte meine Mutter, eine mein Vater und vielleicht noch unsere Nachbarin. Bei den restlichen Verk\u00e4ufen m\u00fcssen die sich wohl verz\u00e4hlt haben.<\/p>\n<p>So, jetzt mal die Koffer gepackt und mit meiner s\u00fc\u00dfen Freundin nach Berlin gezogen. Wir schrieben nun das Jahr 1984. Wir nahmen uns \u2018ne Bude am Stutti . Damals ein hei\u00dfes Viertel mit viel rotem Licht, aber direkt in der City und es war \u2018ne geile Altbauwohnung.<\/p>\n<p>Nun schlug ich mich rum mit Jobben und mit Musik machen. Mal mit dem und mal mit anderen. Es war wirklich kein gro\u00dfer Plattendeal in Sicht. Trotzdem schrieb ich Songs.<\/p>\n<p>Es dauerte bis zum Jahr 1988, da traf ich Norbert. Der war mit seinem Kumpel Holger \u2018ne echte Bekanntheit in der ehemaligen DDR. Ich glaube, die hie\u00dfen damals H+N. Wie kreativ! Die traten auch mal im \u201eKessel\u201c auf. \u201eEin Kessel Buntes\u201c war wohl eine der bekanntesten Ostsendungen, vergleichbar vielleicht mit \u201eWetten dass\u201c.<\/p>\n<p>Die beiden waren eben mal so \u00fcber \u201eden Zaun\u201c gesprungen und nun in West Berlin, dem damaligen Mekka f\u00fcr Musiker.<\/p>\n<p>Wir trafen uns in dieser Musikkneipe in der Mommsenstra\u00dfe, keine Ahnung wie die hie\u00df &#8211; vielleicht \u201eBreitengrad\u201c. Es war damals \u2018ne hei\u00dfe Zeit in Berlin. Die neue deutsche Welle setzte hier wirklich alles unter Wasser. Spliff , Nena, UKW, EXTRABEREIT, Markus, Ideal, und, und, und. Die kamen zwar nicht alle aus Berlin, aber trotzdem, wir waren die Rock City in Deutschland. Na jedenfalls kam\u2018s mir so vor. Norbert und ich quatschten d\u00e4mlich und sp\u00e4ter trafen wir uns. Er h\u00f6rte meine DEMOS und wir fummelten so an den Songs rum. Dabei schlugen wir uns die N\u00e4chte um die Ohren, tranken irgendeinen Fusel von einem bekannten deutschen Billigdiscounter, machten Pommes im Ofen und a\u00dfen W\u00fcrstchen mit Senf. Das taten wir fast jeden Tag. Ich war beinahe erblindet von diesem Fuselschnaps, den wir da tranken. Norbert war da schon ge\u00fcbter. Wir hatten so viele Songs gebastelt, dass wir schon bei der ersten Plattenfirma einen Vertrag \u00fcber zwei Alben bekamen: Norbi als Produzent und ich eben als K\u00fcnstler. Ich war gleich mal Top Thema bei der Company und hatte einen Majordeal. Ja, alles mit W\u00fcrstchen und Fusel!<\/p>\n<p><strong>Alles auf Anfang!<\/strong><\/p>\n<p>Wir produzierten einfach die Nummern am Flie\u00dfband und ich Trottel fand mal wieder alles geil. Na ja, die Plattenfirma suggerierte mir, dass ich nun ein POPSTAR bin. Aber ich hatte doch noch gar keine Platte verkauft. Egal, ab ins Fernsehen und im Radio lief ich auch hoch und runter. Na, geht doch, das sagte mir auch die Plattenfirma. Wenn man in den Musikmarkt guckte, war ich doch wunderbar in den Rundfunk-Hitparaden vertreten. Immer Top Ten oder sogar Top Five. Titel wie \u201eVerknallt in Dich\u201c, \u201eCafe\u201c oder wohl mein damals gr\u00f6\u00dfter Hit \u201eIrgendwann\u201c liefen wirklich schon super. Nur ich lief nicht super. Denn ich hatte mal wieder bemerkt: Hey, die Aufnahmen zum Album waren echt super und haben Spa\u00df gemacht. Doch kaum war das Album fertig, fand ich es wieder mal \u2013 vorsichtig ausgedr\u00fcckt \u2013 nicht mehr so toll.<\/p>\n<p>Ja, da steht unser Heinzelm\u00e4nnchen REMO und ist mal wieder \u00fcber sich selbst gestolpert.<\/p>\n<p>Mein Gott, hey, was m\u00fcsst ihr denken, wenn ihr das lest. Aber das ist nun mal die Wahrheit. Ich h\u00e4tte das auch sch\u00f6ner oder anders schreiben k\u00f6nnen, so etwa wie: Man war ich damals ein Held. Ich sah vielleicht aus wie einer, aber ich f\u00fchlte mich wie keiner!<\/p>\n<p>So, nun lasst mich mal weitererz\u00e4hlen\u2026\u2026.<\/p>\n<p>Ich hatte also damals (1989) ein Album mit meiner selbst geschriebenen Musik fertig und es gefiel mir nicht mehr. Ich trat also mit \u2018ner Musik auf, die ich gar nicht so unbedingt mochte. Was war denn da passiert???<\/p>\n<p><strong>Ich hatte eben keine Erfahrung&#8230;<\/strong><\/p>\n<p>\u2026..und alle Leute um mich herum redeten d\u00e4mlich!!!<\/p>\n<p>Trotz meiner nun fast 30 Jahre war ich eben immer noch zu deppert. Dabei waren das doch meine Songs. Doch sie gefielen mir nicht mehr. Es war mir zu platt und zu viel \u201e Schnulliplastik \u201c dabei. Das Album lief soweit ganz gut und jetzt musste an das zweite Album gedacht werden. \u00dcbersetzt hie\u00df das: Neue Songs m\u00fcssen her! Und die schrieb ich auch \u2026.<\/p>\n<p>Die neuen Songs waren nur ne Ecke h\u00e4rter und nicht so \u201e babylike \u201c. Die Plattenfirma konnte mit meinen neuen Sachen einfach nichts anfangen. Na, und was jetzt? Einfach schnell wieder ein paar angepasste Nummern schreiben oder welche schreiben lassen und dann geht\u2019s ab mit dem zweiten Album! F\u00fcr die Plattenfirma und Leute aus meinem musikalischen Umfeld eigentlich \u2018ne klare Sache. \u201eMensch Remo, komm und mach es uns noch einmal! Es wird richtig abgehen!\u201c So ungef\u00e4hr waren die Spr\u00fcche. \u201eUnd denke doch mal an das gute Geld, das du verdienen kannst.\u201c<\/p>\n<p>Ich kann euch noch weitere 546 Spr\u00fcche aufschreiben, die alle nur als Argumente dienen sollten, mich bei der Stange zu halten. Man verlangte einfach etwas in dieser netten Art, wie auch das erste Album war. Schlie\u00dflich w\u00fcrden das doch jetzt alle von mir erwarten. Ich habe nur gesagt, dass ich das nicht machen kann. Ich f\u00fchlte nichts bei meiner eigenen Musik! Ich konnte nicht, auch wenn ich die Plattenfirma und alle, die in mich investiert hatten, entt\u00e4uscht habe.<\/p>\n<p>Ich habe nur gesagt: \u201eTsch\u00fcss, ich gehe nach Hause.\u201c<\/p>\n<p>Im Nachhinein denke ich, Remo mutierte in diesem Moment zu einem Mann!<\/p>\n<p><strong>Zuhause<\/strong><\/p>\n<p>Ja, nun war ich zuhause und die Karriere im Arsch. Ich war aber irgendwie gl\u00fccklich. Meine erste Amtshandlung war mich mit \u2018nem Kumpel zu treffen und \u2018ne Firma zu gr\u00fcnden. Wir wurschtelten so als Unternehmer rum und es machte auch Spa\u00df.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, ich h\u00f6rte mindestens f\u00fcnf Jahre keine Musik mehr. Ich hatte irgendwie \u2018ne Aversion f\u00fcr jegliche Form von Musik.<\/p>\n<p>Der Rest ist schnell erz\u00e4hlt. Ich studierte BWL und danach Wirtschaftsjura und heute bin ich Doktorand. Das hei\u00dft, ich muss nur noch meine Dissertation beenden, einreichen und meinen Doktortitel abholen. Zudem habe ich ein bisschen Geld verdient und auch einmal andere Menschen kennen gelernt als nur Musiker.<\/p>\n<p><strong>Aber jetzt zu den wirklich wichtigen Dingen<\/strong><\/p>\n<p>Inzwischen war ich Vater einer Tochter und habe geheiratet. Meine Frau hatte mit dem Heiraten schon ein bisschen mehr Erfahrung als ich, denn ich war nun ihr dritter Mann.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte jetzt sagen, alle guten Dinge sind drei! In dem Fall w\u00fcrde ich zustimmen. Sie brachte auch gleich noch 2 Kinder mit. Jetzt habe ich also 3 Kinder und eine Ehefrau und nat\u00fcrlich Schwiegereltern u.s.w. \u2026<\/p>\n<p>Ich habe eine leibliche Tochter, Alicia. Sie ist 9 Jahre alt (jetzt 11). F\u00fcr sie schrieb ich den Titel \u201eMein Kind\u201c. Ich erw\u00e4hne es deshalb, weil ich meine Tochter so unendlich liebe, dass es weh tut und zugleich so wundersch\u00f6n ist. Sie lebt mit ihrer Mutter 500 km von uns entfernt. Das ist nicht leicht f\u00fcr mich.<\/p>\n<p>Meine Frau liebe ich genauso doll, nur ein wenig anders.<\/p>\n<p>Ebenso liebe ich meinen Stiefsohn Alexander (15 &#8211; jetzt 18) und meine Stieftochter Julia (27 &#8211; jetzt 30).<\/p>\n<p>Julia ist eben schon etwas \u00e4lter. Sie studierte Lehramt in Heidelberg und ist gerade damit fertig geworden. Bei ihr ist meine V\u00e4terlichkeit schon etwas anders. Sie ist eben eine erwachsene Frau. Wenn sie will, dann bin ich gerne ihr Vater. Ich glaube sie will.<\/p>\n<p>Mein Sohn Alexander hat mir zu meinem 50. Geburtstag einen Brief geschrieben. Der war so sch\u00f6n, dass ich geweint habe. F\u00fcr mich ist er mein Sohn.<\/p>\n<p>Meine Frau und ich sind sehr stolz auf Julia, weil sie ein guter Mensch ist und ihr Leben sehr gut meistert. Mein Sohn Alexander ist jetzt 15 und ein sehr intelligenter junger Mann, der uns ebenfalls viel Freude macht. Durch den Umstand, dass er erst 15 ist und bei uns wohnt, habe ich hier eher eine hautnahe Vaterrolle. Es macht mir Spa\u00df, einen so tollen Sohn zu haben!<\/p>\n<p>Alicia ist jedoch etwas anderes und ich glaube, das verstehen meine anderen Kinder. Nicht nur, weil sie die j\u00fcngste und meine leibliche Tochter ist, sondern weil sie eben so ist, wie ich selbst in ihrem Alter war.<\/p>\n<p>Es ist f\u00fcr meine anderen Kinder nicht schlimm, dass ich sie immer etwas mehr und anders lieben werde.<\/p>\n<p>Meine Frau ist meine Frau. Es gibt f\u00fcr mich nur eine Frau, n\u00e4mlich meine Frau. Marietta ist \u00c4rztin, genauer gesagt HNO-Fach\u00e4rztin. Ja, so haben sich die \u00c4rztin und der Wirtschaftsjurist kennen und lieben gelernt. Wir sind seit dem 14.07.2009 verheiratet. Wir kannten uns aber schon Jahre zuvor. Ich will immer mit meiner Frau zusammen bleiben, weil ich meine Frau liebe.<\/p>\n<p>So, das ist nun meine Familie, meine \u201e Homebase \u201c. Hier gibt es Liebe, Kraft, Inspiration und alles was man so zum Leben braucht.<\/p>\n<p>F\u00fcr das so genannte Musikbusiness klingt das vielleicht irgendwie langweilig. Man w\u00fcrde lieber sagen: Hey, nun aber mal ne Story, damit die Leute die Platte kaufen. Am besten w\u00e4re es, wenn Remo erst 40 Jahre alt w\u00e4re, unverheiratet und die letzten 20 Jahre mit Elvis und Mickey Maus in Geiselhaft war. Da hat er seine neuen Songs geschrieben und kommt nun mit den Nummern hei\u00df an den Markt.<\/p>\n<p>Also Leute, ich bleibe lieber im richtigen Leben und mit solchen Plastikgeschichten kann ich nicht dienen.<\/p>\n<p>Denn wenn man mir in den Arm schneidet, dann blute ich wie ihr. Ich bin und war immer einer von euch. Ich bin nur ein Mensch, der lebt (Textzeile von \u201eAlles wird gut\u201c), und der hat eben nur seine Geschichte.<\/p>\n<p>\u00dcbrigens, die Songs des Albums \u201eEinfach so\u201c habe ich auf der alten Gitarre meiner Frau komponiert. Die stand so einsam da und guckte mich an. Ich habe sie gefragt, ob sie Lust h\u00e4tte, mit mir etwas anzufangen. Sie sagte: \u201eJa, ich bin aber nicht leicht zu spielen.\u201c Und das stimmte! Ich denke, ihre Saiten waren \u00e4lter als sie selbst. Aber sie schenkte mir wirklich Wahnsinns-Titel. Danke, meine alte Dame! Ich werde dich immer in Ehren halten.<\/p>\n<p>Leute, ich bin frei und mache jetzt meine Musik. Endlich, was hat das gedauert. 20 Jahre! Hey, ich habe die Jahre gebraucht, um das Leben zu erleben, mit allem, was es hat. Und genau aus dem Leben sind meine Texte und meine Musik. Ich habe geliebt, gelitten, gelacht und geweint. Was h\u00e4tte ich euch vor 20 Jahren erz\u00e4hlen k\u00f6nnen? Ich musste erst mal das Leben richtig kennen lernen, um mit euch mal mitreden zu k\u00f6nnen oder euch sogar etwas \u00fcber das Leben erz\u00e4hlen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Ich bin hei\u00df und kaum mehr zu b\u00e4ndigen. Jetzt komme ich \u00fcber Deutschland, aber auch um die Ecke, zu dir.<\/p>\n<p>Das ist jetzt meine Musik.<\/p>\n<p>Meine Musik lebt aus mir.<\/p>\n<p>Meine Musik ist die wahre Geschichte und die dauert eben mein Leben lang.<\/p>\n<p>Und dabei gebe ich einfach alles, was ich hab.<\/p>\n<p>Ich m\u00f6chte mit den Worten meiner Frau schlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Sie sagt, dass ich mit meiner Musik die Menschen gl\u00fccklich machen werde.<\/p>\n<p>Wenn das stimmt \u2013 und meine Frau hat meistens Recht \u2013 dann ist alles gut!<\/p>\n<p><b>REMO<\/b><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Remo \u2013 der Rocker mit Herz Wir schreiben heute das Jahr 2018. Was ist denn in den letzten 4 Jahren bei REMO passiert? 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