Remographie

Remo – der Rocker mit Herz

Wir schreiben heute das Jahr 2018. Was ist denn in den letzten 4 Jahren bei REMO passiert?
Nachdem ich 2014 mein Album „Himmel im Kopf“ und meinen ersten Film veröffentlicht hatte, arbeitete ich schon an einer weiteren Filmidee. Ich schrieb parallel die Songs für mein neues Album „Das bleibt für immer“ und dazu das Drehbuch zu seinem 2. Film, „Das geheimnisvolle Album“, ein Rockmärchen. Ein Film mit tollen Schauspielern, spannender Story und den Songs des neuen Albums.
Aber vorher wurde ich noch für die MEGA ZDF Silvester Show am Brandenburger Tor eingeladen. Der Jahreswechsel von 2014 auf 2015 wurde für mich und meine Familie dadurch zu einem unvergessenen Erlebnis. Vor fast einer Million Zuschauer und Millionen an den TV Bildsschirmen trat REMO mit seiner Band auf dieser Megabühne vor dem Brandenburger Tor auf. Ein unvergessenes Erlebnis! Was sollte da noch kommen, wenn man schon hier auftreten durfte. Naja, im Jahr 2016 zur Fussball-EM ein weiterer Auftritt auf Brandenburger Tor. Yes!!!
Im Jahre 2016 hieß es dann auch noch für mich und meiner Familie: Ab ins Fernsehen. Wir wurden gecastet für die VOX SHOW „Hot oder Schrott -Die Allestester“. Aus einem kurzen Spass wurde ein echter TV-Hit in Deutschland. Aktuell, also jetzt im Jahr 2018 wird die 4. Staffel gedreht. Und von dem Sendeplatz, Sonntags 19:15 Uhr eine Stunde auf VOX, kam noch der Dienstag dazu. Zur Primetime um 20:15 Uhr flimmert REMO mit seiner Family und anderen Protagonisten über den Bildschirm. Was für ein Erfolg und was für ein Spass.
Na dann lassen wir mal in diesem Jahr 2018 die Kuh fliegen: Neues Album, neuer Film und die coole TV Show. Da ist wirklich ne Menge Action angesagt. Das Ganze wird nur noch abgerundet, mit der REMO – Tour 2018 und  REMO’s Show Truck. Ich will zu den Fans und sie begeistern. Meine Vision soll sich erfüllen, im Jahr 2021 die Berliner Waldbühne zu füllen. Geht das?  Ja, natürlich, wenn ihr alle mitmacht, werde ich es schaffen. Das Vorhaben steht unter dem Motto „Rock oder Rente“, Waldbühne 2021.

Vorwort:

Wir schreiben jetzt das Jahr 2014 und meine Remographie stammt aus dem Jahr 2011. Da stellt sich doch zunächst einmal die Frage, ob ich alles von damals Geschriebene heute so stehen lassen möchte.  Ich könnte ja einige Inhalte heute für zu privat halten oder einfach für nicht cool genug. Ich will es mit meiner Antwort einmal kurz machen. Ich lasse alles so stehen, wie ich es vor über 2 Jahren auch geschrieben habe, denn es hat mich berührt. Das beste Zeichen um nichts zu verändern oder gar zu streichen.

Was ist von damals bis heute eigentlich Wichtiges dazugekommen. Hey Leute, ich habe jetzt den HIMMEL IM KOPF!!!

Es ist dieses – für mich wunderbare – Album entstanden. Ich habe diese 14 Songs geschrieben und sie sind für mich ein einzigartiger Meilenstein in meiner Arbeit als Musiker. Die Inspiration für mein neues Album gab mir mein Leben, gerade aber der Abschnitt, in dem ich mich derzeit befinde. Dabei denke ich in erster Linie an meine Familie. Zudem denke ich auch an die tolle Arbeit mit meiner Band und meinen Produzenten. Herausheben möchte ich die Gitarrenarbeit meines Freundes Jörg Weisselberg. Da hab ich manchmal vor Glück geheult. Es ist das Beste, was ich seit langer Zeit gehört habe. Danke Jörg!

Ich bin sehr stolz über mein neues Album, weil ich mit „Himmel im Kopf“ musikalisch angekommen bin. „HIMMEL IM KOPF“, das bin ich zu 100 Prozent!!!

 

Meine Geschichte

Ich bin Remo, im Ausweis heiße ich Raymund Philipp Hopf. Ein früherer Kumpel mit Namen Rudi S. – ich denke, wir müssen da ins Jahr 1982 zurück – nannte mich eines Tages „Remo“. Er fand einfach Raymund oder Philipp nicht so passend für einen so Wilden wie mich. Das mal kurz zur Entstehung meines Spitznamens, der nun mein Künstlername ist. Da haben sich also keine Werbeagenturen oder Medienexperten den Kopf zerbrochen, um mir einen marktgerechten Namen zu verpassen. Nein, das war mein Kumpel Rudi!

Ich bin am 15. Juli 1960 in Berlin geboren.

Ich bin mit Marietta verheiratet und habe 3 Kinder.

Ja, ich mache Musik. Ich denke mir Texte und Melodien aus, kurzum: Ich schreibe meine Songs.

Natürlich stehe ich auch morgens auf und wenn ich müde bin, gehe ich abends wieder schlafen. Also eigentlich ist ja alles so was von normal bei mir, denn ich bin ein Mensch. Ja, so einer, wie meine Freunde und Bekannten und so wie ihr alle!

Auf der anderen Seite sind wir Individuen. Das soll wohl heißen, dass wir – jeder von uns – einmalig sind, so wie unsere Fingerabdrücke. So könnte ich jetzt ohne Ende weiter schreiben….

Nicht nur, weil ich Musik mache und weil das so üblich ist, schreibe ich einen Auszug meiner Geschichte. Nein, viel mehr, weil ich mich euch vorstellen möchte. Es sei noch bemerkt, dass diese Arbeit auch gerne von so genannten „Schreiberlingen“ übernommen wird. Ich bin der Schreiberling, einer der schreibt wie es war und ist.

„Die Story“

Nehmen wir mal an, jemandem gefällt meine Musik und ich verkaufe Millionen von CDs , dann – so sagt man im Business – wollen die Menschen wissen, wer ich bin. Da reicht mein Name nicht aus. Ein Teil der CD Käufer und Medienvertreter wollen nahezu alles wissen. Wo ich her komme, wo ich bin und wo ich hin gehen will. Trotzdem lasse ich mal so einiges weg, aber nur das, was ich persönlich für zunächst unwichtig halte. Ich kann ja später minutiös alles noch einmal dazu schreiben. Zum Beispiel welche Note ich während meines Studiums im Fach Europarecht hatte oder ob ich einen Lieblingsfussballverein habe.

Okay, dann mach ich mal, aber auf meine Art. Ach so, die ersten Fehler habe ich wohl schon gemacht. Ich habe mein wahres Alter verraten, dass ich verheiratet bin und Kinder habe. Es gibt doch tatsächlich heute immer noch Sänger, Schauspieler und auch andere, die ihr wahres Alter nicht verraten, weil sie glauben, sie wären zu alt, um irgendetwas zu machen oder machen zu dürfen. Da bin ich mal ganz anderer Meinung. Deshalb bleiben wir mal bei der Wahrheit. Für‘s erste will ich mich aber mal kurz fassen.

Ich bin in Berlin geboren. Im Alter von 6 Jahren sind wir dann nach Braunschweig gezogen. Ich wohnte dort mal in der Stadt und mal auf dem Dorf. Ich verlebte eine tolle Zeit. Hier fing ich an im Alter von 14 Jahren spürbar Musik zu machen. Gut, mit 12 wusste ich schon, dass ich Rockstar werden wollte, hampelte vor dem Spiegel rum und sang in den Kauknochen unseres Hundes. Der guckte mich völlig entgeistert an und dachte sich seinen Teil dabei. Ich kaufte mir von der zusammen gesparten und bei meinen Eltern abgeschwatzten Kohle meine erste Gitarre und dann ging’s los. Üben, üben und nochmals üben. Mit 16 die ersten Bandversuche und dann aber richtig. Mit der wohl lautesten Band in der Umgebung habe ich so richtig Gas geben können. Mal hießen wir German Steel und mal Schwermetall, auch Silvie oder keine Ahnung wie noch. Wir waren wohl zunächst musikalisch nicht besonders gut, aber dafür die schönsten und lautesten Jungs in der gesamten Region!

Irgendwann nahmen wir dann ein paar unserer Songs auf und verschickten diese. Prompt mussten wir nach Berlin fahren und ein paar Titel, so unter wirklich professionellen Bedingungen, aufnehmen. Der damalige Musikverlag, für den wir die Songs aufnahmen, war aber nicht an der ganzen Band interessiert, sondern nur an mir, weil ich der Sänger und Songwriter war. Ich wollte aber mit der Band weiter machen, denn das waren meine Kumpels. Wir redeten und es kam heraus, dass der eine eher studieren wollte, der Drummer noch zur Bundeswehr musste und der Bassmann auch so seine Vorstellungen hatte. Okay, ab jetzt musste ich alleine gehen und ich ging.

Meine ersten Schritte im Profilager mit der ersten Single „Wir sind jung“ bei Teldec (1983). Ach, was für eine Scheiße das war. Ich hatte eine Gänsehautnummer geschrieben und nun war das ganze Ding umgekrempelt. Ich Dussel stand da mit so einem Babytitel. Hey Leute, ich hab mal Heavy Metal gemacht!

Gut, ich war jung und blöd. Das Ding hat sich bestimmt fünf Mal verkauft. Eine Scheibe kaufte meine Mutter, eine mein Vater und vielleicht noch unsere Nachbarin. Bei den restlichen Verkäufen müssen die sich wohl verzählt haben.

So, jetzt mal die Koffer gepackt und mit meiner süßen Freundin nach Berlin gezogen. Wir schrieben nun das Jahr 1984. Wir nahmen uns ‘ne Bude am Stutti . Damals ein heißes Viertel mit viel rotem Licht, aber direkt in der City und es war ‘ne geile Altbauwohnung.

Nun schlug ich mich rum mit Jobben und mit Musik machen. Mal mit dem und mal mit anderen. Es war wirklich kein großer Plattendeal in Sicht. Trotzdem schrieb ich Songs.

Es dauerte bis zum Jahr 1988, da traf ich Norbert. Der war mit seinem Kumpel Holger ‘ne echte Bekanntheit in der ehemaligen DDR. Ich glaube, die hießen damals H+N. Wie kreativ! Die traten auch mal im „Kessel“ auf. „Ein Kessel Buntes“ war wohl eine der bekanntesten Ostsendungen, vergleichbar vielleicht mit „Wetten dass“.

Die beiden waren eben mal so über „den Zaun“ gesprungen und nun in West Berlin, dem damaligen Mekka für Musiker.

Wir trafen uns in dieser Musikkneipe in der Mommsenstraße, keine Ahnung wie die hieß – vielleicht „Breitengrad“. Es war damals ‘ne heiße Zeit in Berlin. Die neue deutsche Welle setzte hier wirklich alles unter Wasser. Spliff , Nena, UKW, EXTRABEREIT, Markus, Ideal, und, und, und. Die kamen zwar nicht alle aus Berlin, aber trotzdem, wir waren die Rock City in Deutschland. Na jedenfalls kam‘s mir so vor. Norbert und ich quatschten dämlich und später trafen wir uns. Er hörte meine DEMOS und wir fummelten so an den Songs rum. Dabei schlugen wir uns die Nächte um die Ohren, tranken irgendeinen Fusel von einem bekannten deutschen Billigdiscounter, machten Pommes im Ofen und aßen Würstchen mit Senf. Das taten wir fast jeden Tag. Ich war beinahe erblindet von diesem Fuselschnaps, den wir da tranken. Norbert war da schon geübter. Wir hatten so viele Songs gebastelt, dass wir schon bei der ersten Plattenfirma einen Vertrag über zwei Alben bekamen: Norbi als Produzent und ich eben als Künstler. Ich war gleich mal Top Thema bei der Company und hatte einen Majordeal. Ja, alles mit Würstchen und Fusel!

Alles auf Anfang!

Wir produzierten einfach die Nummern am Fließband und ich Trottel fand mal wieder alles geil. Na ja, die Plattenfirma suggerierte mir, dass ich nun ein POPSTAR bin. Aber ich hatte doch noch gar keine Platte verkauft. Egal, ab ins Fernsehen und im Radio lief ich auch hoch und runter. Na, geht doch, das sagte mir auch die Plattenfirma. Wenn man in den Musikmarkt guckte, war ich doch wunderbar in den Rundfunk-Hitparaden vertreten. Immer Top Ten oder sogar Top Five. Titel wie „Verknallt in Dich“, „Cafe“ oder wohl mein damals größter Hit „Irgendwann“ liefen wirklich schon super. Nur ich lief nicht super. Denn ich hatte mal wieder bemerkt: Hey, die Aufnahmen zum Album waren echt super und haben Spaß gemacht. Doch kaum war das Album fertig, fand ich es wieder mal – vorsichtig ausgedrückt – nicht mehr so toll.

Ja, da steht unser Heinzelmännchen REMO und ist mal wieder über sich selbst gestolpert.

Mein Gott, hey, was müsst ihr denken, wenn ihr das lest. Aber das ist nun mal die Wahrheit. Ich hätte das auch schöner oder anders schreiben können, so etwa wie: Man war ich damals ein Held. Ich sah vielleicht aus wie einer, aber ich fühlte mich wie keiner!

So, nun lasst mich mal weitererzählen…….

Ich hatte also damals (1989) ein Album mit meiner selbst geschriebenen Musik fertig und es gefiel mir nicht mehr. Ich trat also mit ‘ner Musik auf, die ich gar nicht so unbedingt mochte. Was war denn da passiert???

Ich hatte eben keine Erfahrung…

…..und alle Leute um mich herum redeten dämlich!!!

Trotz meiner nun fast 30 Jahre war ich eben immer noch zu deppert. Dabei waren das doch meine Songs. Doch sie gefielen mir nicht mehr. Es war mir zu platt und zu viel „ Schnulliplastik “ dabei. Das Album lief soweit ganz gut und jetzt musste an das zweite Album gedacht werden. Übersetzt hieß das: Neue Songs müssen her! Und die schrieb ich auch ….

Die neuen Songs waren nur ne Ecke härter und nicht so „ babylike “. Die Plattenfirma konnte mit meinen neuen Sachen einfach nichts anfangen. Na, und was jetzt? Einfach schnell wieder ein paar angepasste Nummern schreiben oder welche schreiben lassen und dann geht’s ab mit dem zweiten Album! Für die Plattenfirma und Leute aus meinem musikalischen Umfeld eigentlich ‘ne klare Sache. „Mensch Remo, komm und mach es uns noch einmal! Es wird richtig abgehen!“ So ungefähr waren die Sprüche. „Und denke doch mal an das gute Geld, das du verdienen kannst.“

Ich kann euch noch weitere 546 Sprüche aufschreiben, die alle nur als Argumente dienen sollten, mich bei der Stange zu halten. Man verlangte einfach etwas in dieser netten Art, wie auch das erste Album war. Schließlich würden das doch jetzt alle von mir erwarten. Ich habe nur gesagt, dass ich das nicht machen kann. Ich fühlte nichts bei meiner eigenen Musik! Ich konnte nicht, auch wenn ich die Plattenfirma und alle, die in mich investiert hatten, enttäuscht habe.

Ich habe nur gesagt: „Tschüss, ich gehe nach Hause.“

Im Nachhinein denke ich, Remo mutierte in diesem Moment zu einem Mann!

Zuhause

Ja, nun war ich zuhause und die Karriere im Arsch. Ich war aber irgendwie glücklich. Meine erste Amtshandlung war mich mit ‘nem Kumpel zu treffen und ‘ne Firma zu gründen. Wir wurschtelten so als Unternehmer rum und es machte auch Spaß.

Übrigens, ich hörte mindestens fünf Jahre keine Musik mehr. Ich hatte irgendwie ‘ne Aversion für jegliche Form von Musik.

Der Rest ist schnell erzählt. Ich studierte BWL und danach Wirtschaftsjura und heute bin ich Doktorand. Das heißt, ich muss nur noch meine Dissertation beenden, einreichen und meinen Doktortitel abholen. Zudem habe ich ein bisschen Geld verdient und auch einmal andere Menschen kennen gelernt als nur Musiker.

Aber jetzt zu den wirklich wichtigen Dingen

Inzwischen war ich Vater einer Tochter und habe geheiratet. Meine Frau hatte mit dem Heiraten schon ein bisschen mehr Erfahrung als ich, denn ich war nun ihr dritter Mann.

Man könnte jetzt sagen, alle guten Dinge sind drei! In dem Fall würde ich zustimmen. Sie brachte auch gleich noch 2 Kinder mit. Jetzt habe ich also 3 Kinder und eine Ehefrau und natürlich Schwiegereltern u.s.w. …

Ich habe eine leibliche Tochter, Alicia. Sie ist 9 Jahre alt (jetzt 11). Für sie schrieb ich den Titel „Mein Kind“. Ich erwähne es deshalb, weil ich meine Tochter so unendlich liebe, dass es weh tut und zugleich so wunderschön ist. Sie lebt mit ihrer Mutter 500 km von uns entfernt. Das ist nicht leicht für mich.

Meine Frau liebe ich genauso doll, nur ein wenig anders.

Ebenso liebe ich meinen Stiefsohn Alexander (15 – jetzt 18) und meine Stieftochter Julia (27 – jetzt 30).

Julia ist eben schon etwas älter. Sie studierte Lehramt in Heidelberg und ist gerade damit fertig geworden. Bei ihr ist meine Väterlichkeit schon etwas anders. Sie ist eben eine erwachsene Frau. Wenn sie will, dann bin ich gerne ihr Vater. Ich glaube sie will.

Mein Sohn Alexander hat mir zu meinem 50. Geburtstag einen Brief geschrieben. Der war so schön, dass ich geweint habe. Für mich ist er mein Sohn.

Meine Frau und ich sind sehr stolz auf Julia, weil sie ein guter Mensch ist und ihr Leben sehr gut meistert. Mein Sohn Alexander ist jetzt 15 und ein sehr intelligenter junger Mann, der uns ebenfalls viel Freude macht. Durch den Umstand, dass er erst 15 ist und bei uns wohnt, habe ich hier eher eine hautnahe Vaterrolle. Es macht mir Spaß, einen so tollen Sohn zu haben!

Alicia ist jedoch etwas anderes und ich glaube, das verstehen meine anderen Kinder. Nicht nur, weil sie die jüngste und meine leibliche Tochter ist, sondern weil sie eben so ist, wie ich selbst in ihrem Alter war.

Es ist für meine anderen Kinder nicht schlimm, dass ich sie immer etwas mehr und anders lieben werde.

Meine Frau ist meine Frau. Es gibt für mich nur eine Frau, nämlich meine Frau. Marietta ist Ärztin, genauer gesagt HNO-Fachärztin. Ja, so haben sich die Ärztin und der Wirtschaftsjurist kennen und lieben gelernt. Wir sind seit dem 14.07.2009 verheiratet. Wir kannten uns aber schon Jahre zuvor. Ich will immer mit meiner Frau zusammen bleiben, weil ich meine Frau liebe.

So, das ist nun meine Familie, meine „ Homebase “. Hier gibt es Liebe, Kraft, Inspiration und alles was man so zum Leben braucht.

Für das so genannte Musikbusiness klingt das vielleicht irgendwie langweilig. Man würde lieber sagen: Hey, nun aber mal ne Story, damit die Leute die Platte kaufen. Am besten wäre es, wenn Remo erst 40 Jahre alt wäre, unverheiratet und die letzten 20 Jahre mit Elvis und Mickey Maus in Geiselhaft war. Da hat er seine neuen Songs geschrieben und kommt nun mit den Nummern heiß an den Markt.

Also Leute, ich bleibe lieber im richtigen Leben und mit solchen Plastikgeschichten kann ich nicht dienen.

Denn wenn man mir in den Arm schneidet, dann blute ich wie ihr. Ich bin und war immer einer von euch. Ich bin nur ein Mensch, der lebt (Textzeile von „Alles wird gut“), und der hat eben nur seine Geschichte.

Übrigens, die Songs des Albums „Einfach so“ habe ich auf der alten Gitarre meiner Frau komponiert. Die stand so einsam da und guckte mich an. Ich habe sie gefragt, ob sie Lust hätte, mit mir etwas anzufangen. Sie sagte: „Ja, ich bin aber nicht leicht zu spielen.“ Und das stimmte! Ich denke, ihre Saiten waren älter als sie selbst. Aber sie schenkte mir wirklich Wahnsinns-Titel. Danke, meine alte Dame! Ich werde dich immer in Ehren halten.

Leute, ich bin frei und mache jetzt meine Musik. Endlich, was hat das gedauert. 20 Jahre! Hey, ich habe die Jahre gebraucht, um das Leben zu erleben, mit allem, was es hat. Und genau aus dem Leben sind meine Texte und meine Musik. Ich habe geliebt, gelitten, gelacht und geweint. Was hätte ich euch vor 20 Jahren erzählen können? Ich musste erst mal das Leben richtig kennen lernen, um mit euch mal mitreden zu können oder euch sogar etwas über das Leben erzählen zu können.

Ich bin heiß und kaum mehr zu bändigen. Jetzt komme ich über Deutschland, aber auch um die Ecke, zu dir.

Das ist jetzt meine Musik.

Meine Musik lebt aus mir.

Meine Musik ist die wahre Geschichte und die dauert eben mein Leben lang.

Und dabei gebe ich einfach alles, was ich hab.

Ich möchte mit den Worten meiner Frau schließen.

Sie sagt, dass ich mit meiner Musik die Menschen glücklich machen werde.

Wenn das stimmt – und meine Frau hat meistens Recht – dann ist alles gut!

REMO